Die 10 häufigsten SEO-Fehler, die deinem Ranking schaden

SEO ist ein komplexes Thema mit einigen simplen Basics. Ignoriert man diese, verschwindet die eigene Webseite schnell im Ranking-Nirvana der Suchmaschinen. Und wer will schon mit seiner Webseite auf den unteren Rängen landen, wenn die meisten User nur die top gelisteten Suchergebnisse anklicken.

Wie überall gilt auch hier, die Konkurrenz schläft nicht, deshalb ist es wichtig auf Details zu achten. Welche das sind und wie ihr Fehler im SEO vermeiden könnt, erzählen wir euch in diesem Blog Beitrag!

Was ist SEO?

Eure Webseite landet in den Suchmaschinen nie auf den oberen Rängen, nicht mal unter den Top10, dann liegt dies vermutlich an einer schlechten „Search Engine Optimization“ (SEO) bzw. Suchmaschinenoptimierung.

Suchmaschinen bewerten Webseiten anhand zahlreicher Merkmale, um ein Ranking für die Suchergebnisliste zu erstellen. Mittels SEO versucht man diese Merkmale zu optimieren, um in den Suchmaschinen langfristig oben zu stehen. Wer dies für unwichtig hält, es mit der Seitenoptimierung übertreibt, was z.B. Google gerne mit einem schlechten Ranking bestraft, oder die folgenden Grundlagen nicht im Auge behält, kann der Auffindbarkeit seiner Webseite langfristig schaden.

OnPage-SEO - Die 10 häufigsten Fehler

1. Langsame Webseite / lange Ladezeiten

Niemand mag lahme Webseiten, auch Suchmaschinen nicht. Braucht eure Webseite länger als 3s zum Laden, kann es passieren, dass ungeduldige Kunden das Interesse verlieren und abspringen. Deshalb solltet ihr möglichst keine code-skalierten und unkomprimierten Bildern platzieren und eure Webseite nicht mit tausenden von unnötigen Skripten überladen. Google PageSpeed ist ein sehr nützliches Tool, um die Ladezeiten eurer Webseite zu überprüfen. Hier erhaltet ihr nach der Analyse eine sehr detaillierte Auswertung mit weiteren Tipps, wie ihr die Ladezeiten verbessern könnt. Empfehlenswert ist auch die Analyse mit GT Metrix. Mit diesem kostenlosen Tool könnt ihr die Webseiten Geschwindigkeit bis ins Detail auszuwerten und optimieren.

2. Doppelter Content

Für das Ranking eure Webseite ist Duplicate Content bzw. Near-Duplicate Content, sprich Doppelter Content, Gift. Suchmaschinen stufen eine Webseite schnell als weniger relevant ein oder filtern sie schlimmsten Falls raus, wenn zwei oder mehr Seiten von unterschiedlichen URLs identischen oder nahezu identischen Inhalt aufweisen.

Häufige Ursachen sind:

  • Die Webseite ist mit und ohne www erreichbar
  • Die Webseite ist per http und https erreichbar
  • Von anderen Seiten kopierter Content
  • eine mobile Version und eine Desktopversion

Mit einem Canoncial Tag (alt. Canoncial LinkCanonical URL, URL Canonicalization oder URL normalization) könnt ihr definieren, welche Variante die Hauptseite ist und teilt der Suchmaschine mit, welches die bevorzugte bzw. repräsentative URL der Seite ist.

3. Zu wenig Inhalte

Suchmaschinen mögen relevanten, aussagekräftigen und qualitativ hochwertigen Inhalt. Darum werden u.a. regelmäßig und lange Blogbeiträge geschrieben mit zielgruppenrelevanten Schlagworten, die oft wiederholt werden. Zusätzlich bindet hochwertiger Content die User an eure Webseite, da er ihnen einen klaren Mehrwert liefert und wert ist im Internet weiter geteilt zu werden. Versorgt eure User regelmäßig mit Gebrauchsanweisungen, informativen Bildern und Videos, Checklisten, Infografiken, o.ä. und verlinkt ggf. vertrauenswürdige Quellen!

4. Spam von Keywords

Auch wenn es sinnvoll ist, eure Webseite mit für euer Unternehmen relevanten Keywords zu füllen, solltet ihr es nicht übertreiben. Sogenanntes Keyword-Stuffing (d.h. Suchbegriffe werden übertrieben oft im Seitentitel, in den Meta-Daten und im Inhalt wiederholt) wird heutzutage von Suchmaschinen als Manipulation gewertet und mit einem schlechten Ranking in den Suchtreffern bestraft. Schreibt für die User, nicht für die Suchmaschinen! 

5. Keywords ohne Relevanz

Egal ob ihr sie Schlagworte, Suchbegriffe oder Keywords nennt, sie sind das A und O in der Optimierung eurer Webseite. Nehmt euch die Zeit und macht euch bewusst, wofür euer Unternehmen, euer Produkt, eure Dienstleistung steht und welche Schlagworte dies am besten wiedergeben. Recherchiert wonach Kunden am ehesten suchen, wenn sie euer Angebot oder eure Webseite finden wollen. Dabei gilt es auch artverwandte Begriffe, Begriffsketten und Suchphrasen zu berücksichtigen, wenn sie das Keyword enthalten, für das eure Seite Ranken soll. Außerdem solltet ihr beachten, dass ein für eure Seite relevantes Keyword nicht auch automatisch ein Begriff ist, den User häufig in Suchanfragen nutzen. Wenn ihr eure Keywords überprüfen wollt, ist der Keyword-Planer von Google eines der besten kostenfreien Recherche-Tools. Zusätzlich ist Hypersuggest überaus nützlich, wenn ihr weitere Vorschläge zu einem Keyword sucht.

6. Fehlende SEO-Titel und Meta Descriptions

Für die Platzierung eurer Seite ist der Seitentitel <titel> zwar kein wesentlicher Ranking-Faktor, er ist aber durchaus wichtig für der Darstellung der Seite in den Suchergebnissen. Je ansprechender der Seitentitel ist, je vertrauenswürdiger er auf potentielle Kunden wirkt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Klicks auf genau euren Suchtreffer. Der für jede Seite individuelle Titel sollte kurz und prägnant den wesentlichen Inhalt beschreiben und das Haupt-Keyword beinhalten.

Im Prinzip gilt dies auch für die Meta Descriptions. Diese kurze und knackige Beschreibung mit max. 160 Zeichen wird unter dem Link zu eurer Webseite angezeigt. Sie sollte das Haupt-KeyWord sowie artverwandte Begriffe beinhaltet und dem User verständlich vermitteln, was ihn auf eurer Seite erwartet. Mittlerweile sucht sich Google oft selbst zur Suchanfrage passende Textabschnitte aus eurer Seite heraus und zeigt diese anstelle eurer vordefinierten Meta Description. Trotzdem schadet es nicht die Beschreibung selbst festzulegen.

7. Fehlende ALT- bzw. TITLE-Tags bei Bildern

Search Engine Optimization bedeutet auch Inhalte zu optimieren, die für den User nicht direkt sichtbar sind. Zum Beispiel eignen sich die alternativen Texte und Beschreibungen von Bildern und Grafiken, also die ALT- und TITLE-Tags sehr gut, um relevante Keywords und Informationen zu hinterlegen. Zudem verbessern diese die Barrierefreiheit eurer Webseite, da blinde User sich den Inhalt vorlesen lassen können. Hier sind also besonders aussagekräftige Beschreibungen gefragt. Aber auch hier gilt, vermeidet KeyWord-Spam und versucht stattdessen das Bild so zu beschreiben, dass man auch ohne es zu sehen weiß, was darauf zu sehen ist.

8. Fehlende bzw. belanglose Überschriften

Google berücksichtigt beim Ranken eurer Seite auch die Überschriften-Hierarchie (H1, H2, H3, …). Es ist deshalb sinnvoll, Überschriften zu nutzen, um den Keywords eurer Seite eine größere Gewichtung zu geben. Um den wichtigsten Begriff zu platzieren nutzt ihr also die H1-Überschrift und zwar nur einmal. Die weiteren Hierarchien (H2, H3, H4, usw.) könnt ihr dann auch mehrfach verwenden, aber auch dort solltet ihr immer wieder einmal das Fokus-Keyword oder ähnlich relevante Begriffe platzieren.

9. Fehlende bzw. schlechte interne Verlinkungen

Eure Unterseiten sollten so gut wie möglich miteinander verlinkt sein, damit diese von den Crawlern der Suchmaschinen problemlos indexiert werden können. Nutz hier das TITLE-Attribut, um das Ziel des Links kurz und aussagekräftig zu beschreiben. Ihr solltet eure Seiten aber nicht wild mit internen Verlinkungen zuspammen und nur solche Seiten mit einander verlinken, die eine wirkliche inhaltliche Relevanz haben.

Hier könnt ihr den Crawlern der Suchmaschinen die robots.txt zur Verfügung stellen. Kein Muss, aber wenn möglich sollte man es tun. Damit könnt ihr vorgeben, welche Seiten eurer Webseite indexiert werden sollen und welche nicht. So könnt ihr bspw. den Admin-Bereich oder Links zu Seiten, die ihr nur für Freunde und Bekannte im Netz habt, von der Indexierung ausschließen.

10. Hidden Content

Textinhalte, sprich Content, der im Quelltext steht, aber für User unsichtbar bleibt und nur für Suchmaschinen platziert wird, um sie mit massenhaft relevanten Keywords zu füttern, wird früher oder später abgestraft.  Die Bots der Suchmaschinen sind heutzutage in der Lage, versteckte Inhalte genau zu identifizieren. Es wird als Manipulation gewertet und damit als Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster (Google Webmaster Guidelines). Ein Verstoß gegen die Richtlinien kann von einer Herabstufung einzelner Unterseiten bis hin zum Ausschluss einer Website aus dem Index führen

Beliebte Methoden die ihr NICHT nutzen solltet:

  • Massenhaft gesetzte Dropdown-Elemente: Deren Text-Inhalt wird von Suchmaschinen anhand des Quellcodes erkannt, aber der User sieht sie erst, wenn er das Element aktiv anklickt.
  • Manipulation der Schrifteigenschaften: Per CSS wird die Schriftgröße auf Null gesetzt oder die Schriftfarbe dem Hintergrund angeglichen
  • Ausblenden von CSS-Elementen: Mit den Befehlen „visibility: hidden“ oder „display: none“ werden ganze CSS-Container im Frontend ausgeblendet.
  • Versteckte Links: Die Verlinkung wird z.B. auf ein Sonderzeichen gelegt, welches nur im Quellcode, aber nicht im Frontend erscheint.

Fazit:

Wie bereits am Anfang erwähnt: SEO ist ein sehr komplexes Thema mit Basics, die jeder von euch leicht befolgen kann. Wenn ihr aber nicht aufpasst, schadet ihr selbst eurem Ranking, weil es dann doch mehr zu beachten gilt, als nur die Basics.